Geschäftsbericht 2018
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Das Jahr 2018 war gekennzeichnet durch umfassende Änderungen in der Unternehmensorganisation und den Prozessen, die sowohl individualrechtlich als auch kollektivrechtlich umfangreich durch den Bereich Personal und Recht gesteuert wurden. In der Zusammenarbeit mit den betriebsverfassungsrechtlichen Gremien gelangten dabei zunehmend agile Vorgehensweisen zum Einsatz. Dieser Weg soll künftig noch intensiver beschritten werden, um auch bei der zunehmend agiler gestalteten Projektarbeit die betriebsverfassungsrechtlichen Komponenten vollumfänglich berücksichtigen zu können.

Die Umgestaltung des Spanischen Dienstes hat im Auslandsbereich den Jahresausklang geprägt. Das Ziel, unter Berücksichtigung der sehr unterschiedlichen örtlichen rechtlichen Rahmenbedingungen ein möglichst vergleichbares Vorgehen umzusetzen, erforderte einen relativ hohen Aufwand. Bis zum Jahresende konnten dadurch aber schon in vielen Fällen für die Beteiligten insgesamt akzeptable Lösungen gefunden werden. Die personellen Komponenten dieses Projektes konnten bis Ende des ersten Quartals 2019 umgesetzt werden.

Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich im Jahresdurchschnitt dennoch leicht auf nunmehr 679 (Vorjahr: 677). Der Anteil an weiblichen Mitarbeitern im Unternehmen liegt bei gut 48 % und damit in Reichweite der 50-Pro­zent-Marke. Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten ist um fünf gestiegen und liegt nun bei 144. 

Die Abschreibungen blieben mit 2,9 Mio. Euro konstant auf Vorjahresniveau. 

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 1,5 Mio. Euro auf 20,4 Mio. Euro. Dabei spielten auch hier die Aufwendungen für die Olympischen Winterspiele sowie die Fußball-Weltmeisterschaft eine wesentliche Rolle, aber auch Einmalaufwendungen im Hinblick auf den Spanischen Dienst und erhöhte technische Beratungskosten zur Beschleunigung wesentlicher Innovationsprojekte. Gegenläufig gingen die Verluste aus Währungsumrechnungen nach einem Einmaleffekt im Vorjahr erwartungsgemäß wieder deutlich zurück.

Das Finanzergebnis betrug 14,7 Mio. Euro nach 12,2 Mio. Euro im Vorjahr und stieg damit um etwa 20 %. Da­bei konnten sowohl bei den Erträgen aus Ergebnisabführung von Tochtergesellschaften als auch bei den Erträgen aus Beteiligungen deutliche Zuwächse erzielt werden. Auf der anderen Seite waren aufgrund gesunkener künftiger Ertragsaussichten einer kleineren Beteiligungsgesellschaft Abschreibungen von knapp 0,2 Mio. Euro auf den Buchwert und auf Ausleihungen erforderlich.

Daraus resultierte ein Ergebnis vor Steuern von gut 1,5 Mio. ­Euro. Der Jahresüberschuss nach Steuern betrug ebenso 1,5 Mio. Euro und lag damit über dem geplanten Budgetwert und auch 0,3 Mio. Euro über dem Vorjahresergebnis.

Geschäftsführung und Aufsichtsrat schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.491.137,18 Euro mit dem Verlustvortrag per 1. 1. 2018 von 92.406,10 Euro zum Bilanzgewinn von 1.398.731,08 zu saldieren und auf neue Rechnung vorzutragen.

Die dpa betreibt neben ihrem Kerngeschäft eine Vielzahl von Geschäftsbereichen und neuen Geschäftsfeldern in selbständigen, hundertprozentigen Tochtergesellschaften. Aufgrund der gewählten Struktur ist das Ergebnis der dpa in hohem Maße abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung und den damit verbundenen Ergebnisbeiträgen der i. d. R. über Gewinnabführungsverträge verbundenen Tochtergesellschaften sowie weiteren Beteiligungen. Im Jahr 2018 erzielten sie abermals hohe Jahresüberschüsse und lieferten insgesamt einen Ergebnisbeitrag ab, der mit 15,0 Mio. Euro einen neuen Höchstwert markierte, dabei aber auch einmalige Sonderausschüttungen der Gesellschaften aus der Schweiz und Spanien enthielt.

Im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags steuerte die news aktuell GmbH mit 6,7 Mio. Euro die größte Summe zum Erfolg der dpa-Gruppe bei. Die Steigerung des Jahresergebnisses wurde dabei maßgeblich durch das Wachstum des jüngsten Geschäftszweigs Zimpel Mediadaten, darüber hinaus aber auch durch eine Sonderausschüttung der news aktuell (Schweiz) positiv beeinflusst.