Geschäftsbericht 2018
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Im Bildbereich war der Aktuelle Bildfunk ebenfalls von den Auflagenrückgängen betroffen, konnte aber aufgrund der Gewinnung einiger Neukunden das Umsatzniveau des Vorjahres halten. 

Anders sieht es im anhaltend schwierigen Segment der Zweitvermarktung von Bildern aus, wo mit einer Umsatzstabilisierung gerechnet wurde, aber trotz aller Anstrengungen ein Erlösrückgang von 3,8 % verzeichnet werden musste. 

Eine wachsende Zahl von Bildanbietern, der teils dramatische Preisverfall sowie der Kostendruck auf Kundenseite führten erneut zu einer Ergebnisbelastung, die in der Tendenz durchaus als nachhaltig zu bezeichnen ist. Das gemeinsam mit der Tochtergesellschaft dpa Picture-Alliance GmbH beschlossene Maßnahmenpaket zur nachhaltigen Stärkung dieses Marktsegments zeigt allerdings erste Wirkungen und hat dort zu einem deutlich verbesserten Ergebnis geführt. 

Erfreulich entwickelten sich abermals die Umsätze der neuen Produktfelder mit einem erneuten Plus von 0,5 Mio.
Euro. Die Custom-Content-Angebote sowie der dpa-­Video­service und die Technologiedienstleistungen konnten dabei teils deutliche Zuwächse erzielen.

Stabil zeigten sich der Spezialdienst für Anzeigenblätter dpa-Avis und der europäische Spezialdienst dpa-InsightEU. Lediglich die fremdsprachigen Auslandssonderdienste konnten die Erlöserwartungen nicht erfüllen und fielen im Saldo hinter die Vorjahreswerte zurück. 

Die Erlöse für Technik und Übermittlung sanken leicht im erwarteten Umfang und liegen nunmehr knapp über 1,2 Mio. Euro. 

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich von 1,0 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro, im Wesentlichen geprägt durch höhere Auflösungen von Rückstellungen und Wertberichtigungen als im Vorjahr.

Mit 94,4 Mio. Euro (Vorjahr: 94,6 Mio. Euro) ergab sich eine um 0,2 Mio. Euro gesunkene betriebliche Gesamtleistung.

Der Materialaufwand stieg um 1,0 % bzw. 0,3 Mio. Euro auf 31,4 Mio. Euro, im Wesentlichen geprägt durch die Sonderaufwendungen der sportlichen Großveranstaltungen im Jahr 2018. Daneben konnten gestiegene Aufwendungen im Bereich der bezogenen IT-Dienstleistungen durch geringere Honorare für den Bildbezug mehr als kompensiert werden.

Der Personalaufwand bleibt mit 52,8 Mio. Euro trotz vielfältiger Einflussfaktoren und einem leichten Stellenzuwachs erfreulicherweise exakt auf Vorjahreshöhe.

Leicht gestiegenen Ausgaben für Gehaltszahlungen stehen dabei geringere Aufwendungen für Urlaubs- und Pensionsrückstellungen gegenüber, und der Einmalaufwand für die Neustrukturierung des Spanischen Dienstes konnte weitestgehend durch den zyklischen und im Etat bereits eingeplanten Entfall von Sonderzuführungen zur dpa-Unterstützungskasse kompensiert werden.